Aussehen und Merkmale: Nhandu tripepii (früher bekannt als Nhandu vulpinus) ist eine kräftig gebaute, bodenlebende Vogelspinne aus Brasilien. Diese Art hebt sich von anderen Vertretern der Gattung durch ihre einzigartige rosa-beige Färbung sowie eine geradezu beispiellose Menge an langen, hellen Härchen an den Beinen und am Hinterleib ab. Dadurch wirkt die Spinne deutlich größer und massiver, als sie tatsächlich ist. Ausgewachsene Weibchen können beeindruckende Größen erreichen und oft eine Beinspannweite von über 20 cm aufweisen, was sie zu den größten Spinnen der Welt zählt.
Verhalten und Gift Charakterlich handelt es sich um eine selbstbewusste und defensive Art. Obwohl ihr Gift für einen gesunden Menschen keine Gefahr darstellt, zögert die Nhandu tripepii nicht, sich aktiv zu verteidigen. Die von ihr am häufigsten angewandte Methode ist das energische Ausstrecken der Brennhaare (Typ III und IV) aus dem Hinterleib, die starken Juckreiz und allergische Reaktionen auslösen können. Seltener nimmt sie eine drohende Haltung ein, doch ihre hohe Schnelligkeit beim Angriff auf die Futtertiere erfordert vom Halter volle Konzentration während der Fütterung.
Haltungsbedingungen Die Haltung dieser Art ist relativ einfach, was sie zu einer geeigneten Wahl auch für Terraristik-Einsteiger macht. Er benötigt ein horizontal ausgerichtetes Terrarium mit einer dicken Substratschicht (z. B. Kokosfasern), da diese Spinnen gerne graben und ihre Umgebung umgestalten. Die Luftfeuchtigkeit sollte durch regelmäßiges Besprühen eines Teils des Substrats bei ca. 75 % gehalten werden. Die optimale Temperatur liegt bei 25–28 °C tagsüber, mit einem leichten Rückgang in der Nacht. Diese Art ist für ihren enormen Appetit bekannt und jagt gerne Grillen, Schaben oder Heuschrecken.