Phormingochilus sp. Rufus
Beschreibung
Aspinochilus rufus – warum lohnt es sich, diese Vogelspinne in der Sammlung zu haben?
Aspinochilus rufus (in der Terraristik jahrelang unter dem früheren Namen Phormingochilus rufus bekannt) ist ein echtes Juwel direkt aus Asien. Vor allem besticht diese Spinne durch ihre außergewöhnliche, rötlich-goldene Färbung, von der sich übrigens auch ihr Name ableitet. Denn unmittelbar nach der Häutung werden ihre Farben unglaublich intensiv. Darüber hinaus ist diese Art sehr flink und defensiv. Das liegt daran, dass Spinnen der Alten Welt keine Brennhaare am Hinterleib besitzen, weshalb Angriff oder Flucht ihre erste und wichtigste Verteidigungsstrategie ist. Allerdings ist das Gift dieser Art relativ stark. Daher wird diese Spinne ausschließlich für fortgeschrittene Züchter empfohlen, die bereits Erfahrung mit schnellen Baumspinnen haben.
Wo kommt Aspinochilus rufus in der Natur vor?
Diese wunderschöne Vogelspinne bewohnt asiatische Regenwälder, insbesondere die Inseln Indonesiens. Darüber hinaus führt sie in ihrem natürlichen, feuchten Lebensraum eine typisch baumbewohnende Lebensweise. Meistens findet man sie hoch oben in den Baumkronen, in Rindenspalten und in natürlichen Baumhöhlen. Dort baut diese Spinne daher weitläufige Nester aus festem Spinnennetz, aus denen sie vor allem nachts hervorkommt, um im Verborgenen auf vorbeikommende Beute zu warten.
Welche Bedingungen im Terrarium benötigt Aspinochilus rufus?
Terrarium und Einrichtung
Aufgrund ihrer Lebensweise in den Bäumen benötigt ein ausgewachsenes Exemplar ein relativ hohes Terrarium. Aus diesem Grund sollte das ideale Terrarium für diese Vogelspinnen-Art Abmessungen von etwa 20 × 20 × 30 cm oder 20 × 20 × 40 cm haben. Außerdem sollte der Boden mit einer dickeren Schicht Substrat (ca. 5 cm) bedeckt werden – hier eignet sich feuchtigkeitsspeichernder Kokos-Torf ideal. Besonders empfehlenswert ist es, senkrechte Korkröhren im Terrarium zu platzieren, die als stabile Basis für Verstecke dienen. Was zusätzliche Dekorationselemente angeht, empfiehlt es sich, Äste und Kunstpflanzen hinzuzufügen. Dadurch bietest du der Spinne einen geeigneten Unterschlupf und ein Gefühl der Sicherheit.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Die klimatischen Anforderungen für asiatische Arten sind recht streng. Daher sollte die optimale Tagestemperatur zwischen 25 und 28 °C liegen, während nachts natürliche Absenkungen auf 22 bis 23 °C zulässig sind. Ebenso wichtig ist es, die Luftfeuchtigkeit auf einem sehr hohen Niveau von 75–85 % zu halten. Dies erreichen Sie durch regelmäßiges, großzügiges Besprühen der Wände und des Bodens. Achten Sie jedoch unbedingt darauf, dass das Terrarium gut durchlüftet ist, um die Bildung von gefährlichem Schimmel zu verhindern.
Größe und Fütterung der angebotenen Jungtiere
Es ist gut zu wissen, dass Aspinochilus rufus eine Spinne mit beeindruckendem Appetit und schnellem Wachstum ist. Derzeit haben wir bereits größere, nach Geschlecht sortierte Exemplare im Angebot. Dabei handelt es sich um wunderschön gefärbte Weibchen der Größe 2,5/3DC sowie etwas kleinere Männchen der Größe 2/2,5DC (Körperlänge ohne Beine).
Für solche Jungtiere könnte das Zielterrarium noch etwas zu groß sein. Das bedeutet, dass sich hohe Zuchtbehälter (z. B. hohe Acrylröhren oder größere Braplast-Behälter) mit entsprechend angepasster Belüftung ideal für sie eignen. Was die Fütterung in diesen Entwicklungsstadien angeht, ist diese völlig problemlos. Geeignete Futtertiere für die Größen 2–3DC sind beispielsweise mittelgroße Grillen, argentinische oder türkische Schaben, die durchschnittlich 1–2 Mal pro Woche gefüttert werden. Erwachsene Tiere hingegen jagen problemlos große Dubia-Kakerlaken und Heuschrecken.
Geschlechtsdimorphismus
Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern zeigen sich deutlich mit zunehmendem Wachstum. Vor allem sind erwachsene Weibchen deutlich massiver, erreichen größere Ausmaße und leben recht lange (sogar bis zu 12–15 Jahre). Die erwachsenen Männchen hingegen sind viel schlanker und haben unverhältnismäßig lange Beine. Zudem wachsen ihnen nach der letzten Häutung Kopulationsorgane (Bulben) an den Tarsen. Leider beträgt ihre Lebensdauer als ausgewachsene Tiere in der Regel nur wenige bis etwa ein Dutzend Monate.
Auf einen Blick
Lebensweise: Baumbewohner
Giftstärke: Stark (asiatische Art)
Brennhaare: Keine
Größe des Zielterrariums: 20 × 20 × 30 cm oder 20 × 20 × 40 cm
Temperatur: 25–28 °C
Luftfeuchtigkeit: 75–85 % (bei guter Belüftung)
Schwierigkeitsgrad: Schwierig (nur für erfahrene Halter)
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