Hapalopus vangoghi ist eine relativ neu beschriebene Art, die im Handumdrehen die Herzen von Hobbyisten auf der ganzen Welt erobert hat. Dieses kolumbianische Juwel gehört zur Gruppe der Zwerg-Vogelspinnen, was es zur idealen Wahl für Personen mit begrenztem Platzangebot in der Haltung macht.
Aussehen und Merkmale: Diese Art zeichnet sich durch eine spektakuläre Färbung aus. Auf dem Hinterleib der Spinne ist ein leuchtendes, orange-gelbes Muster zu sehen, das sich vom dunklen Hintergrund abhebt und Formen bildet, die an die Pinselstriche von Vincent van Gogh erinnern. Der Carapax hat einen gold-kupferfarbenen Schimmer. Trotz der geringen Endgröße sind diese Farben sehr intensiv und bereits bei jungen Exemplaren deutlich zu erkennen.
Verhalten und Gift: Wie die meisten Vertreter der Gattung Hapalopus ist diese Art sehr schnell und kann defensiv reagieren. Obwohl ihr Gift als für den Menschen nicht gesundheitsgefährdend gilt, macht die Spinne dies durch ihre Dynamik wieder wett. Häufig baut sie weitläufige Nester aus Spinnweben, in denen sie die meiste Zeit verbringt und auf Beute lauert. Sie besitzt Brennhaare, setzt diese jedoch selten ein und zieht stattdessen eine blitzschnelle Flucht vor.
Haltungsbedingungen: Für ein Jungtier ist ein kleines Gefäß vom Typ „Kliszówka“ oder eine Sauciere ideal, das mit der Zeit durch ein Terrarium für bodenlebende Arten ersetzt wird. Entscheidend ist es, eine konstante Luftfeuchtigkeit von ca. 75 % aufrechtzuerhalten und eine Temperatur zwischen 24 und 28 °C zu gewährleisten. Als Substrat eignet sich am besten Torf oder Kokosfaser mit einer Beimischung aus Sphagnummoos, das dabei hilft, die Feuchtigkeit zu bewahren.