Psalmopoeus irminia, auch bekannt als „Venezuelan Suntiger“, ist eine echte Ikone unter den Baumspinnen. Sie stammt aus den feuchten Wäldern Venezuelas, was ihre Umweltbedürfnisse bestimmt. Bereits bei Jungtieren ist das charakteristische Muster auf dem Hinterleib zu erkennen, das sich mit der Zeit zu einem leuchtenden, tigerartigen Ornament entwickelt, das einen Kontrast zum samtigen Schwarz des gesamten Körpers bildet.
Verhalten und Temperament: Diese Art besitzt keine Brennhaare, was sie von vielen anderen Spinnen Südamerikas unterscheidet. Das Fehlen der Haare gleicht sie jedoch durch enorme Schnelligkeit und Wendigkeit aus. Sie kann defensiv und scheu sein und wählt in der Regel die blitzschnelle Flucht in ihr Nest. Aufgrund ihres dynamischen Charakters und ihres (für Arten aus der Neuen Welt) relativ starken Giftes wird sie Züchtern empfohlen, die bereits über gewisse Erfahrung mit Baumspinnen verfügen.
Haltungsbedingungen: Das 1,5 cm große Jungtier benötigt ein vertikales Terrarium mit guter Belüftung. Es ist sehr wichtig, eine hohe Luftfeuchtigkeit (ca. 80 %) sowie eine Temperatur zwischen 24 und 28 °C zu gewährleisten. Es empfiehlt sich, ein vertikales Stück Korkrinde sowie künstliche Pflanzen in das Terrarium zu stellen – die Spinne baut gerne dichte, trichterförmige Netze und tarnt diese oft mit dem Substrat. P. irminia ist bekannt für ihren enormen Appetit und ihr sehr schnelles Wachstum.